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Anfänger-Hardware

Themen:

Akustisches Schlagzeug (Drumset) für Anfänger
- Erklärung, Größe, Material, Hersteller, Bewertung


Drum-Kit Schlagzeug


Übungspads
- Erklärung, Typen, Bewertung

Elektronisches Schlagzeug (E-Drum) für Anfänger
- Erklärung, Eignung, Hersteller, Bewertung

Trommelstöcke, Sticks für Anfänger
- Materialien, Größen, Bewertung

Andere Gerätschaften
- Besen, Schlägel, Rods...

Gehörschutz
- Stöpsel, Gehörschutz in Kopfhörer-Form, schalldämmende Kopfhörer mit akustischem System


 



 

****** Akustisches Schlagzeug (Drumset) für Anfänger *****
 

Ich möchte hier nicht zu weit ausholen was die Definition des Instrumentes Schlagzeug (auch: drumset, drumkit) betrifft. Dafür bieten andere Seiten mehr Raum, z.B. Wikipedia.

Ein Schlagzeug für Anfänger besteht in der Regel aus

- einer Basstrommel (Bassdrum, Kickdrum) mit einer Fußmaschine (Pedal),
- einem Standtom (Floor-Tom),
- zwei Hängetoms (Tom-Toms, Rack-Toms)
- einer kleinen Trommel (Snaredrum, Snare).

Außerdem gehören dazu:

- ein(e) Hihat(-ständer) (früher “Charleston-Maschine”) mit zwei gleich großen, aber unterschiedlich schweren Becken (Cymbals, Top u. Bottom)
- eine Fußmaschine (Pedal, Kickpedal) zum Anschlagen der Bassdrum
- mindestens zwei Beckenständer
, davon einer mit Ausleger, Galgen
- passende Becken: 1 Ride-Becken, 1 Crash-Becken (rein deutschsprachige Bezeichnungen sind hier nicht gebräuchlich)
 

Drumsets für Anfänger sind oft als Komplett-Angebot erhältlich. Das heißt, inclusive aller oben beschriebenen Teile - natürlich inklusive Trommelfelle (Kunststoff) und manchmal auch mit Hocker und einem Paar Trommelstöcke (Sticks).

Welche Größen gibt es, welche Maße sind für Anfänger geeignet?

Es existieren verschiedene Typenbezeichnungen wie

Standard-Set,
Rock-Set,
Stage-Set,
Studio-Set,
Fusion-Set
usw.

Hier schein jeder Anbieter sein eigenes Süppchen zu kochen, deshalb gebe ich dir folgende Erklärung die Größe der Trommeln betreffend:

Kinder und Jugendliche brauchen natürlich ein eher kleines Schlagzeug. Sehr junge, noch ganz kleine Kinder unter ca. sechs Jahren kommen oft nicht an die Fußpedale heran, zumindest nicht, wenn sie auch noch mit den Händen die Trommeln bedienen wollen - und in aller Regel wollen sie das unbedingt! :-)

Hier kann man natürlich die manchmal in Discountern angebotenen billigen Plastik-”Schlagzeuge” ausprobieren, man wird aber sehr schnell merken, dass man schlecht eingekauft hat. Sie gehen schnell kaputt.


Etwas besser fährt man mit den gelegentlich angebotenen “Junior”-Drumsets mit einer 16 Zoll großen Bassdrum. Auf jeden Fall heißt es in diesem Fall: Ausprobieren, ob das Kind an alle Instrumente heran reicht!


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Pearl Export, öffnet Link zu Thomann

Anmerkung zum “Pearl Export”-Schlagzeug: Der japanische Hersteller Pearl stellt seit ca. 1950 Schlagzeuge her, heutzutage in eigenen Werken in Taiwan und China. Das Pearl Export wird oft betitelt als “meistverkauftes Schlagzeug der Welt”. Ob das den Tatsachen entspricht, weiß ich nicht. Was aber sicher ist: Fast jeder Schlagzeuger kennt es, das Export wird schon seit Ewigkeiten gebaut und immer weiter verbessert. Ich nutze eines in meinem Schlagzeugunterricht www.spielt-schlagzeug.de und kann sagen, dass es sowohl hardware-seitig als auch klanglich absolut ok ist!

 


Für die etwas größeren kommt schon ein richtiges, “erwachsenes” Drumset in Betracht.

Folgende Trommelgrößen bieten sich hier an:

Bassdrum: 20 bzw. 22 Zoll (notfalls 18 Zoll [Jazzgröße])
Standtom: 14 Zoll (möglichst ein echtes Stand-Tom mit [drei] Beinen wählen)
Hänge-Toms: 10 und 12 Zoll
Snare-Drum: Standard-Snare mit 14 Zoll (oder etwas kleiner)

Wenn Becken dabei sind:

Hihat: 2 Becken à 13 oder 14 Zoll
Ride-Becken: Mindestens 18 Zoll
Crash-Becken: Mindestens 14, besser 15 oder 16 Zoll, oder größer.

Warum empfehle ich ein Schlagzeug mit einer 20-Zoll Bassdrum sowohl für Kinder als auch für (junge) Erwachsene?

Als Standard-Bassdrum-Größe bei Drumsets hat sich die 22-Zoll Variante etabliert. Einige Trommler spielen sogar 24 Zoll. Aber immer wieder sieht man aber auch die “kleine” 20-Zoll Bassdrum, sogar bei Metal-Drummern. Eine Basstrommel in dieser Größe steht der Standardbassdrum von 22 Zoll klanglich kaum nach! Auch erwachsene Profis können damit Studio-Aufnahmen und Liveauftritte ohne Abstriche absolvieren.

Bei den Hängetoms wäre noch darauf zu achten, dass sie bezüglich ihrer Ausmaße nicht zu “tief” oder “lang” sind (die Durchmesser haben wir ja schon oben besprochen). Je flacher oder kürzer sie sind, desto weniger gibt es Probleme bei kleinen Leuten. Klanglich sind sie den längeren Trommeln gleich zu setzen - obgleich sie durchaus anders klingen (für meine Ohren sogar besser).

Thomann bietet zurzeit (12-2015) das Sonor Smart Force (...) Studio an, welches alle oben genannten Kriterien erfüllt.
Achtung: Dieses Set (und die meisten anderen) gibt es in vielen weiteren Farb- und Größen-Varianten.

Die Sonor-Qualität auch der Einsteiger-Serien ist in aller Regel gut, selbst wenn wie hier im fernen Asien produziert wurde.

Pearl Vision Birch VBLAchtung, sehr interessantes Birkenholz-Drumset für Anfänger u. Fortgeschrittene mit gehobenen Ansprüchen (Stand Dez. 2015): Pearl Fusion Ruby für unter 1000.- Euro (ohne Beckensatz u. Fußmaschine, aber mit 2 Beckenständern). Dieses Set hat Trommelkessel aus 100 Prozent Birke, die einfach nochmal besser klingen als Pappel oder Linde. Birke wird bei Schlagzeugen durchweg in der gehobenen Mittel- oder Oberklasse verwendet. Ich selber spiele oft auf einem älteren Pearl-Birkenset: Der Sound begeistert mich immer wieder!


 



 

Rockcafe2


 ************ Übungspads **********

Es gibt zum Glück auch ein “Schlagzeug” für unterwegs und zwischendurch.

Ein Übungspad ist ein unentbehrliches Hilfsmittel sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und Profis!

Ein einfaches Übungspad ist manchmal komplett aus Gummi und hat die Größe des Felles einer handelsüblichen Snaredrum, also 14 Zoll. Der mittlere Teil mit einem Durchmesser von ca. 10 Zentimetern ist stark verdickt und recht hart, so dass man ein ähnliches Spielgefühl hat wie auf einer echten Trommel. Man kann solche Pads direkt auf die Snare legen oder man benutzt sie separat. Diese Pads sind recht preiswert (ca. 5 bis 10 Euro).

UePad_einfach02

 

Ziel aller Übungspads ist es, einen möglichst authentischen “Rebound”, also ein sich möglichst natürlich anfühlendes Rückprall-Verhalten der Stöcke zu erzeugen, bei möglichst geringem Geräuschpegel.

Dann gibt es aber auch noch die empfehlenswerten, besseren Modelle.

Uebungspad_hart

Dieses hier benutze ich seit vielen, vielen Jahren - also eine Investition, die sich ausgezahlt hat.
Es verfügt über eine harte und eine weiche Seite, so dass man an einen realistischen Rebound relativ nahe heran reicht (auch die Trommelfelle sind je nach Durchmesser und Stimmung ja unterschiedlich hart).
 

Uebungspad_weich

Die weichere Seite ist nochmals deutlich leiser als die harte, so dass man auch gut noch abends oder nachts ein wenig üben kann, ohne die verehrte Nachbarschaft zu stören.

Ein Pad mit einem Holzkern wie dieses lässt sich meist auch in einen vorhandenen Snareständer (Ständer für die kleine Trommel) einspannen, so dass man an jedem Ort bequem darauf spielen kann. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil!
Ist ein Ständer nicht vorhanden, legt man das Pad auf ein weiches Kissen, so kann es nicht rutschen und der Körperschall des Pads wird sehr gut gedämpft.

Auch sind solche Pads mit nur einer Gummiseite zu haben, dafür aber mit einem Gewinde für handelsübliche Beckenständer auf der Rückseite.

Hier ein empfehlenswertes Modell: HQ PERCUSSION ARF-7GM PRACTICE PAD

 

Außerdem gibt es kleinere Pads, die sich auf dem Oberschenkel befestigen lassen. Diese eignen sich besonders für unterwegs, wenn man absolut nicht weiß, wie man sonst seine mitfahrenden Bahnnachbarn zur Verzweiflung bringen könnte... :-)

Kurz: Es gibt Unmengen verschiedenartiger Übungspads, welches für dich das richtige ist, musst du selbst heraus finden.

Übungspad Fuß, öffnet Link zu Thomann
Practice-Pads gibt’s übrigens auch für die Füße!

 

Eines aber steht fest: Jede Anfängerin und jeder Anfänger braucht ein Übungspad!
Nachtrag: Jede und jeder Fortgeschrittene ebenso...!

 

 

 

********** E-Drums für Anfänger/innen **********



Du möchtest gerne Schlagzeug lernen, hast aber keine Möglichkeit zum Üben?

Ein richtiges, akustisches Schlagzeug (im Folgenden A-Drum genannt) macht ordentlich "Krach". In einer Mietwohnung geht deshalb das Spielen/Üben im Allgemeinen nicht. Selbst wenn du juristisch gesehen vielleicht sogar das Recht hast, eine bestimmte Zeit pro Tag zu üben, wäre es einfach unklug, es sich mit Gewalt mit seinen Nachbarn zu verscherzen. Auch Keller oder Dachböden können da nur ausnahmsweise helfen, denn Schlagzeug dringt über mehrere Stockwerke durch.

Ein Elektronisches Schlagzeug (im Folgenden E-Drum genannt) kann da eine Lösung
darstellen. Besonders im Hinblick auf Anfänger u. Anfängerinnen ist ein E-Drum jedoch nur eine akzeptable Notlösung, wenngleich es auch viele Möglichkeiten bietet, die ein A-Drum gar nicht hat. Ein Beginner/eine Beginnerin sollte möglichst auf einem A-Drum lernen, auch weil es den meisten Kindern und Jugendlichen eindeutig mehr Spaß macht (hier spreche ich aus den Erfahrungen meiner Schlagzeugschule spielt-schlagzeug.de).

Aber wenn es nicht anders geht, sollte die Anschaffung eines E-Drums unbedingt in Betracht gezogen werden!

800px-V-drums Kopie


Kurzvergleich A-Drum / E-Drum:

Akustisches Schlagzeug:

- Keine weitere Elektronik erforderlich
- Natürliches Spielgefühl
- Sehr laut (wirklich!)
- Extrem große Vielfalt an Klangfarben
- Extreme Dynamik (extrem leise bis extrem laut)
- Sehr großer Spaßfaktor für Leute, die sich gerne körperlich betätigen
- Tolles Aussehen

Elektronisches Schlagzeug

Meine aktuelle Empfehlung (stark im Preis gefallen, März 2010): Yamaha DTXplorer - mit Hocker, Kopfhörer u. Stöcken für 599.- Euro

- Elektronik erforderlich (Drummodul, Triggermodul)
- Weniger natürliches Spielgefühl, da Schlagflächen aus Gummi oder mit Mesh-Fell
bespannt
- Fast leise (Anschlaggeräusche auf den Schlagflächen), Mesh ist hier zu bevorzugen,
  aber auch teurer
- Viele Schlagzeugarten auf Knopfdruck abrufbar, je nach Ausstattung mehr oder weniger bzw. besser oder schlechter klingend
- Dynamisches Potential wesentlich geringer (laut spielen kann man natürlich auch)
- Viele weitere Möglichkeiten, wie z.B. eingebaute Playalongs (Übungslieder), , Möglichkeit zu eigener Musik (Mp3- CD-Player etc.) zu spielen, Metronom, Timing-Kontrolle, Mitschneide-Möglichkeit des eigenen Spiels und vieles mehr.
- Das Aussehen reicht nicht an die Faszination eines A-Drums heran (finde ich), dafür kann ein E-Drum sehr platzsparend aufgebaut und wieder verstaut werden.
- Das E-Drum kann theoretisch sowohl zu Hause, im Studio als auch im Bandraum und sogar auf der Bühne gespielt werden

Für sehr ausführliche Informationen empfehle ich den Online-Ratgeber vom Musikhaus Thomann (klick).

Fortsetzung folgt...!

Hier kann man sich über alle von mir empfohlenen Materialien informieren und bei Bedarf bestellen (Musikhaus Thomann).